Die Schönheit der Architektur

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Wir befassen uns täglich mit dem „SCHÖNEN“ und arbeiten mit unserer Ausdruckskraft von ganzen Herzen, liebevoll bis ins kleinste Detail, mit dem Fazit einen zufriedenen und glücklichen Kunden wieder gewonnen zu haben. In einer schönen Umgebung findet man Kraft, Ruhe und Harmonie. Zur Hilfe kommt uns dabei auch immer der Einsatz des „Goldene Schnittes“. Ein ideales Prinzip zur ästhetischen Proportionierung in der Gestaltung. Das Gespür für das Einfache, das Schöne und das Klare, macht die Sprache der Schönheit aus. Wenn etwas schön ist erfahren wir Heilsames. Dies berührt unsere Seele und macht ein schönes Leben.

Wie geht es Ihnen? Fühlen Sie sich wohl?

Wir möchten Ihnen nun Benediktinerpater Amseln Grün, der Popstar der Literatur christlichen Glaubens vorstellen. Er arbeitet als Seelsorger und Managertrainer und hat ein neues Buch mit dem Titel „Die Schönheit – Eine neue Spiritualität der Lebensfreude„ geschrieben.

Wir sind wahre Fans von Ihm und er vertritt viele Punkte in der Welt des Schönen, welche wir gemeinsam teilen und wir Ihnen nun mitteilen möchten. In seinem aktuellen Buch erzählt er vom Leben und welche Dinge es schöner machen. Der Ausdruck der Lebensfreude, die Schönheit der Welt, diese achtsam wahrzunehmen und im Schönen Trost und Heilung zu erfahren. In der Natur, in der Kunst oder auch in der Begegnung mit Anderen, die Kraft des Schönen zu entdecken und sich daran zu erfreuen. Mit sieben Haltungen zeigt er Berührungen mit den heilenden Kräften der Schönheit. Stilquelle möchte Ihnen nun Auszüge aus dem Abschnitt -die Schönheit der Architektur- präsentieren, um Sie in den Genuss der SCHÖNHEIT zu bringen.

 

In unserem Kloster sind wir ständig dabei, zu bauen oder zu renovieren. Für mich als Cellerar, als wirtschaftlicher Leiter des Klosters, ist es wichtig, das wir nicht zu teuer bauen, das wir nicht mit protzigen Bauten angeben. Aber es braucht eine Kultur des Bauens. Ich bin froh über zwei Architekten, mit denen wir zusammenarbeiten und die einen Sinn für das Schöne haben. Wenn Räume schön geworden sind, dann tun sie auch den Menschen gut. Ich erlebe das, wenn ich durch Klöster gehe, die entweder heruntergekommen sind oder vom Stil her wenig ansprechen.

Die Atmosphäre, die ein Bau ausübt, kann auf uns heilend oder krankmachend wirken, niederdrückend oder erhebend. Oft sind wir blind für die Ausstrahlung, die unsere Räume haben. Wir stellen sie manchmal voll und merken gar nicht, wie wir uns damit selber einengen. Manchmal ist keine Klarheit in den Formen.

In seinem Buch Die Unwirtlichkeit unsere Städte (1965) beklagte Alexander Mitscherlich die Art und Weise, wie man in Deutschland und anderswo in den Sechzigerjahren Städtebau betrieb. Er meinte, die alten Städte hätten ein Herz gehabt. (Mitscherlich19) Sie hätten eine mütterliche Geborgenheit vermittelt:

Die Stadt wird zur tröstlichen Umhüllung in Stunden der Verzweiflung und zur strahlenden Szenerie in festlichen Tagen.

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Doch heutige Städte sind unwirtlich und herzlos. Das macht etwas mit den Menschen, die darin wohnen. Sie werden innerlich niedergedrückt, und sie werden gleichgeschaltet. Es umgibt sie nicht Schönheit und Sinn, sondern Leere und Funktionalität. Das wirkt sich auf die Menschen aus, die das Gefühl bekommen, das Wichtigste am Menschen sei, das er funktioniere. Mitscherlich beklagt die Bauweise in den USA. Er spricht von einer Homogenisierung der Wohneinheiten und zugleich den Menschen, die einen ganzen Kontinent höchst disponibel und grandios langweilig macht.

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Wenn die Städte phantasielos und nur funktional gebaut werden, gehen Kultur, Heimat und Zuhausesein verloren. Die Art und Weise, wie wir Städte planen und bauen, wirkt sich auf die Menschen aus.

Mitscherlichs Ruf ist nicht ungehört verhallt. Heute entwickeln viele Menschen mehr Phantasie, um ihre Städte wieder ein Herz zu geben. Der Schriftsteller John O`Donohue übersetzt das griechische Wort archittekton und meint, der Wunsch, in Schönheit zu wohnen. In ihr erklingt die Melodie, die darin wohnt. Die Architektur erfüllt diese Sehnsucht, in Schönheit u wohnen, indem sie die innere Ordnung der Natur widerspiegelt. Wir spüren in einem einzigen Gebäude, ob es etwas von dieser inneren Ordnung aufzeigt. Wir fühlen uns wohl und wirklich zu Hause, wenn das Haus harmonisches Ebenmaß besitz und den Rhythmus der Natur zeigt. Die Romantik wird auch der Mutterschoß genannt. Die Gotik zeigt die Erhabenheit und die Barrockzeit präsentiert die Fülle des Lebens.

(Zitiert von Pater Amseln Grün, S. 90/91/92)

Mit schönen Grüßen,

Ihre Stilquelle

 

 



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